Für die Gesellschaft und sich selbst „Zeit schenken“

77 Schülerinnen und Schüler engagierten sich freiwillig

„Zeit schenken“ ist ein Schulprojekt des Caritas Freiwilligenzentrums Tirol Mitte gemeinsam mit der youngCaritas Tirol und den höheren Schulen. Jugendliche ab der Oberstufe haben die Möglichkeit, sich für ein halbes Jahr freiwillig, außerhalb des Unterrichts, zu engagieren. Von November bis Mai „verschenken“ die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mindestens für zwei Stunden die Woche ihre Zeit. Die Palette der Engagementfelder reicht von der Freizeitgestaltung mit alten Menschen, Mithilfe in der Bücherei bis hin zu der Arbeit mit Kindern in einer Betreuungseinrichtung oder behinderten Menschen.

Erfreulich ist, dass sich seit dem Start des Projektes 2001 schon knapp 2000 Jugendliche beteiligt haben. „Man muss nicht die gleiche Sprache sprechen, um sich zu verstehen“, berichtet Moritz, der wöchentlich Fußball mit Integrationskindern gespielt hat. Er ist einer  von 77 Schülerinnen und Schüler aus ganz Tirol, die heuer am Projekt teilnahmen. Vor allem die Fluchtgeschichten der Kinder und Jugendlichen haben Moritz bewegt.

„Neben einem vollen Stundenplan über einen Zeitraum von sechs Monaten wöchentlich noch weitere Stunden freiwillig zu investieren, verdient mehr als Anerkennung. Mit eurem Engagement wurde der Akku vieler Menschen aufgeladen“, befand die Projektverantwortliche Verena Plank und so wurden im Rahmen eines Abschlussfestes mit Vertreter/innen aus den Einrichtungen den Teilnehmenden aus Innsbruck heute in der Caritaszentrale Zertifikate für ihren Einsatz überreicht. „Wer sich ehrenamtlich einbringt, leistet einen Beitrag für die Gesellschaft, für die persönliche Entwicklung und sammelt einen wichtigen Mosaikstein für den eigenen Lebenslauf als Berufsvorbereitung“, strich Maximilian Gritsch, Leiter der youngCaritas, die Bedeutung des Schulprojekts hervor.

Caritasdirektor Georg Schärmer bedankte sich abschließend: „I brauch di. Das ist der wichtigste Satz, den ich in meinem Leben gehört habe und auch ihr habt ihn gehört und sorgt mit eurem Engagement dafür, dass der Grundwasserspiegel der Solidarität und Hilfsbereitschaft in diesem Land auch weiterhin hoch bleibt. Vergelt’s Gott dafür.“