Zahlreiche Studien und Untersuchungen zeigen, dass psychische Probleme und Erkrankungen bei jungen Menschen seit Jahren laufend zunehmen. Durch die COVID-19 Pandemie hat sich die Problemlage zusätzlich verschärft. Ältere Schüler*innen sind dabei mehr betroffen als Jüngere. Die Ergebnisse zeigen weiters, dass sich Kinder und Jugendliche mit ihren Sorgen und Nöten, seitens Politik und Gesellschaft nicht ernst genommen fühlen.[1]
Neben den allgemeinen Herausforderungen der Adoleszenz, mit all ihren zu bewältigenden physischen und psychischen Entwicklungen leben Jugendliche der Gegenwart zusätzlich in herausfordernden Zeiten. Themen wie die zunehmend unsicher Weltlage und angespannte soziale und wirtschaftliche Situationen (Klimawandel, Kriege, steigende Lebenserhaltungskosten, Inflation, Zunahme von Armut etc.), familiärer und schulischer Stress und die Auswirkungen medialer Entwicklungen (exzessive Mediennutzung, Cybermobbing, ständige Erreichbarkeit, Selbstoptimierungswahn, Vergleichskultur und unrealistische Schönheitsideale, selektive Informationsdarbietung etc.) fordern ihrer psychischen Entwicklung viel ab.
Manifeste psychische Erkrankungen, wie Depressionen, Angststörungen und Essstörungen sowie Suizidgedanken- und Versuche scheinen laut Daten aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie vermehrt aufzutreten. Phänomene wie Zukunftssorgen, Angstgefühle, Niedergeschlagenheit, Nervosität, Gereiztheit und Einschlafschwierigkeiten nehmen kontinuierlich zu, während die Lebenszufriedenheit mit zunehmendem Alter sinkt.[2]
Genau hier setzt unser Projekt an: Es versteht sich als Präventions- und Interventionsmaßnahme zur Unterstützung und Förderung der psychischen Gesundheit der Jugendlichen. Durch Mitspracherecht und die Möglichkeit sich zu beteiligen, möchten wir sie in ihrer Selbstwirksamkeit fördern, gemeinsam Ressourcen entdecken sowie erschließen und somit die Resilienz der Einzelnen und des Sozialraums stärken.
Quellen:
[1] Felder-Puig, Rosemarie; Teutsch, Friedrich; Winkler, Roman: Psychische Gesundheit von österreichischen Jugendlichen. HBSC Factsheet 01 aus Erhebung 2021/22. Wien: BMSGPK, 2023.
[2] Ebd.